Die eigene Homepage erstellen: So beginnst Du richtig!

Die eigene Homepage erstellen ist eine großartige Sache! Du kannst selbständig und frei Deine Positionierung zum Ausdruck bringen, Dein Unternehmen repräsentieren oder direkt Dein Produkt anbieten und verkaufen.

Und im Grunde ist das auch kein Hexenwerk.

Wenn Du weißt, welches Ziel Du mit Deiner Homepage verfolgst und Dir Deine Positionierung klar ist, dann flutscht so eine eigene Website förmlich von selbst ins Internet.

Selbst als technisch wenig versierter „Anwender“ ist es möglich, Deine eigene Website zu erstellen und zu pflegen. Da brauchst Du keine teure Agentur. Schließlich gibt es inzwischen gute Plattformen, mit deren Hilfe die eigene Homepage nicht komplizierter ist, als ein Word-Dokument.

Hi, ich bin Fips und ich lade Dich herzlich ein, mich auf meinem Weg zu meiner eigenen Website zu begleiten.

Mein Onkel, ein Webdesign-Urgestein, war hat mir bei einem Eis ein paar Dinge erklärt, die mir zuvor immer zu kompliziert waren.

Fips: Was brauche ich denn jetzt, um mit dem eigene Website erstellen beginnen zu können?

Vorsicht, jetzt wird es kurz technisch:

Es benötigt ein paar grundlegende Funktionen um an den Start gehen zu können.

  • Du brauchst Webspace. Das ist im Grunde nichts anderes, als der Speicherplatz auf der Festplatte eines Rechners, der als Webserver dient. Das ist sozusagen der Ort, an dem Deine Webseite „wohnt“.
  • Du brauchst eine Domain. Das ist der Name, der in der Adresszeile Deines Internet-Browsers steht. Also in diesem Fall: „eigene-homepage-erstellen.info“. Das ist im Grunde nichts anderes als der Name, auf den Deine Website hört.

(Bei der Gelegenheit kurz die Aufklärung: Egal ob Du eine Website erstellen, eine Homepage bauen oder eine Webseite entwickeln willst: das ist alles das gleiche. Website und Webseite sind nur andere Begriffe für Homepage, wobei Homepage doppeldeutig auch noch als Bezeichnung für die Startseite (oder Frontpage) Deiner Webseite verwendet wird. In diesem Beitrag verwende ich diese drei Begriffe absolut synonym.)

  • Dann brauchst Du noch einen Eintrag in einen DNS (Domain Name Service). Das ist quasi das Telefonbuch des Internets. Wenn jemand Deine Domain kennt (z.B. weil er Deine Visitenkarte vor Augen hat) und diese in seinen Browser eingibt, dann fragt der Browser beim DNS/Telefonbuch nach: „Wo wohnt diese Website“.  Und so kann der Browser Dir diese Webseite abrufen und anzeigen.
  • Dann brauchst Du einen Hoster (oder auch Webhoster genannt). Der wird Dich freuen, denn das sind Leute, die idR. die Dir die drei oben genannten Punkte anbieten. Meist gleich mit Mail-Account (Du kannst dann „[email protected]“ als E-Mail verwenden. Das ist schon cooler professioneller als die web.de oder gmx.net-Adresse einem Kunden geben zu müssen. Hier meine Empfehlungen zu Hostern, basierend auf meinen bisherigen Erfahrungen.

Fips: OK. Fertig mit dem Vorgeplänkel – Jetzt kann ich mit der Website beginnen. Oder?

Jetzt hast Du die Basis für eine Internetseite. Und die von uns, die es spartanisch und hart mögen, beginnen nun von Hand, ihre eigene Homepage zu programmieren. HTML, CSS, PHP und JavaScript sollte man dazu dann schon beherrschen.

Fips: Onkel, ich möchte mein Taschengeld mit einem Webshop aufbessern, nicht Programmierer werden!

Das ist nicht unbedingt Jedermanns Sache. Um so schöner, dass es CMS (Content Management Systeme) gibt, die uns eine einfach (echt jetzt? – naja… mit etwas Einarbeitung wird es dann irgendwann wirklich einfach 😉 )  zu bedienende Oberfläche bieten, mit deren Hilfe wir einfach Bilder hochladen und Texte schreiben können, die nach Klick auf den „Veröffentlichen“-Knopf dann wie durch Magie auf unserer Website erscheinen. Die bekanntesten Systeme dieser Art sind WordPress, Joomla (vor längerem noch als Mamboo bekannt), Typo3 und Ghost (als Underdog. Das schnellste System, dafür recht spartanisch).

(WordPress, Joomla und Ghost kann man übrigens auch als „Hosted Version“ mieten. Dann brauchst Du Dich nicht um einen eigenen Hoster kümmern sondern bekommst alles zusammen als Paket. Allerdings ohne eigene Domain sondern mit Subdomain. Das sieht das so aus: „deinBlog.ghost.io“. Wenn Du dennoch Deine eigene Domain möchtest, ist das zwar möglich, Du brauchst dann aber dennoch eine Domain und einen DNS Eintrag über einen Hoster.)

Jetzt hast Du tatsächlich eine Basis, auf der Du auch als technisch nicht versierter Anwender Deine eigene Homepage erstellen und warten kannst. Du kannst neue Seiten erstellen, Beiträge verfassen, ein Blog managen, auf Kommentare antworten etc.

Fips: Klasse! Also ran an’s Werk, bzw. die Webseite.

Genau. Doch kennst Du Peter Falk in seiner Rolle als Inspektor Columbo? „Da wäre noch eine Kleinigkeit…“

Security: Zum Einen sind diese CMS sehr verbreitet. Das macht sie zu beliebten Angriffszielen. Achte also immer darauf, Dein System aktuell zu halten und ein paar Sicherheitshinweise zu beachten oder ein empfohlenes Sicherheits-Plugin zu installieren. (Sicherheitshinweise für WordPress)

Backups: Zum Anderen darfst Du Dich um Sicherungsstände Deines Systems selbst bemühen. Denn nichts ist ärgerlicher, als spät nachts nur noch kurz ein Update einzuspielen und plötzlich ist die Seite weg. Backup! Lästig aber enorm wichtig. (WordPress)

Webseiten Baukästen: Vielen Menschen reicht es, ihre Website mit den rudimentären Mitteln von WordPress zu gestalten und ggf. selber im HTML-Code die paar Gimmicks einzurichten, die sie sich wünschen. Andere hätten gerne mehr Komfort beim Design ihrer Seite. Hierfür gibt es grafische Webseiten Baukästen (Link bezieht sich auf WordPress). Hier zieht man sich einfach ein paar Elemente auf die Seite, wo man sie dann positionieren kann.

Fips: WOW, das klingt cool. Aber gibt es das nicht auch in einfacher?

*lacht* Ja, das sind schon ein paar Schritte. Und wenn ich anfange Dir von den fortgeschrittenen Themen wie Suchmaschinenoptimierung (SEO), Split Testing (A/B-Testing), Ads und Analytics zu erzählen, würdest Du vermutlich Dein Eis wieder ausspucken. Denn es stimmt schon: Man kann da enorm viel machen. Doch erst mal war ja das Ziel Deine eigene Homepage zu erstellen.

Aber um auf Deine Frage zurück zu kommen: Ja, es geht auch einfacher. Es gibt ein paar Full Service Provider auf dem Markt. Allerdings hatte ich Dich bisher so verstanden, dass Du Deine eigene Homepage auch zu 100% unter Kontrolle haben willst und nach Wunsch umziehen etc. Gerade Unabhängigkeit ist auf diesem bisherigen Weg ein wesentlicher Faktor.

Wenn Dir das nicht so wichtig ist, kannst Du auch zu Jimdo oder Wixx gehen. Diese Systeme bieten bereits mit wenigen Klicks ein fertiges System inkl. Webbaukasten. Das ist extrem komfortabel und schnell.

Allerdings bringt es auch ein paar Nachteile mit sich:

  • Ein Umzug von ihnen weg ist gleichbedeutend mit einem Neuerstellen der Seite.
  • Du würdest Dich in Abhängigkeit begeben. Sollte einer der Anbieter seine Preispolitik verändern oder den Service einstellen, dann wäre Deine Seite auch weg. Bei der Lösung mit selbst gewähltem Hoster kannst Du, sollte der Hoster vom Markt verschwinden, jederzeit Dein Backup bei einem neuen Hoster einspielen.
  • Außerdem ist die Erweiterbarkeit dieser Systeme extrem eingeschränkt. Bei z.B. WordPress stehen Dir (Stand July 2018) 55,728 Plugins zur Verfügung Dazu unzählige Themes und die Möglichkeit selber das System anzupassen – oder von einem Entwickler anpassen zu lassen.

Fips: OK, das wäre mal nichts für mich. Ich möchte meine EIGENE Homepage erstellen. Auch wenn diese schnellen Lösungen verlockend klingen. Doch ich möchte die Homepage später immer weiter anpassen und erweitern können.

Onkel, das war klasse, doch jetzt raucht mir der Kopf… meinst Du wir können uns kommende Woche hier wieder auf eine Kugel eis treffen? Bis dahin hab ich einiges ausprobiert und bin schon neugierig, was es mit den weiterführenden Themen auf sich hat, die Du angesprochen hattest.

Probier es in Ruhe aus und finde den richtigen Weg für Dich.

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