Muss ich meine Website mobile optimieren? (Entscheidungshilfe)

Jaaaaaaa! Auch wenn ich es damit meinen Artikel vorweg nehme. Doch seit 2016 werden mehr Webseiten mit mobilen Endgeräten besucht, als mit dem Desktop. Das bedeutet: Es ist keine Frage mehr, ob Du Deine Website mobile optimieren solltest – oder gar, ob Du überhaupt eine mobile Version Deiner Webseite anbieten solltest.

Und der Trend hat sich weiter fortgesetzt. So zeigt die aktuelle Statistik von StatCounter (Juni 2018) dass der klassische Rechner nur noch 43,6 % der Seitenbesuche aus macht.

Die Frage wäre heute also eher: Lohnt es sich überhaupt noch, eine Desktop Version Deiner Webseite anzubieten? Schließlich sterben die Desktop-Besucher ja langsam aus.

Ich weiß nicht, wie es Dir mit dieser Frage geht. Ich persönlich empfinde sie als absurd. Zum Einen sind 43,6 % noch immer eine signifikante Größe, zum Anderen differenziere ich mein Surfverhalten in Gelegenheits-Surfen, was ich häufig mal schnell nebenbei mit dem Handy erledige. Z.b. wenn im Gespräch mal wieder eine dieser Fragen auftaucht, die keiner beantworten kann: „Wer war denn jetzt der Präsident der Vereinigten Staaten, nach Lincoln?

Doch wenn ich „ernsthaft recherchiere“, dann bevorzuge ich doch noch mein Notebook. Mit Maus und Tastatur bin ich einfach noch schneller. (Und tatsächlich sind viel zu viele Seiten in ihrer Mobile Version nicht mobile optimiert und lassen plötzlich einige Funktionen vermissen oder zeigen gar die klassische Desktop-Webseite, die für die mobile Nutzung (und Touch) sehr „unoptimal“ ist.

Noch differenzierter wird es in einem Artikel des adzines betrachtet. Denn laut Daten des GFK sind gerade die sozialen Netze bei der Mobilen Nutzung vorn. Geht es dagegen um Shopping, nutzt der gemeine Shopper doch noch lieber den Desktop. Was aber nichts daran ändert: Der Trend ist klar Richtung Mobile.

Dennoch erwische ich mich selbst immer wieder bei der Fragestellung: Wie kann ich meine Website mobile optimieren? Und denke erst dann daran, dass die Welt sich verändert hat. Wieso das so ist? Ich glaube, das hängt damit zusammen, dass die meisten Webdesign-Tools auf den Desktop ausgelegt sind und wir Menschen dazu neigen, uns auf das zu konzentrieren, was wir vor uns haben. Mit anderen Worten: Wenn ich am Desktop sitze und meine Webseite gestalte, dann denke ich, alle Menschen sitzen am Desktop. Wenn ich dann in der Mittagspause mit dem Handy auf eine nicht mobile optimierte Webseite stoße, frage ich mich wieder: „Wie kann man heute noch so eine veraltete Seite haben?“.

Doch genug der Vorrede: Wie kann ich nun meine Website mobile optimieren?

Im Grunde gibt es nur drei Methoden:

  1. Responsive Design
  2. Separate mobile Version als Webseite
  3. Separate mobile Version als App

Responsive Design

Responsive Design ist eine Technik, die das Aussehen der Webseite, je nach Größe des Browser-Fensters, umstrukturiert.

Der große Vorteil: Es ist nur eine Webseite zu pflegen. Und das für alle Endgeräte.

Noch ein Vorteil: Die Webseite passt sich dynamisch an ALLE Fenstergrößen an. Kann also auf Desktop, Tablet und Mobile jeweils anders aussehen. Sogar auf dem Desktop, wenn das Fenster nur auf halber Seitenbreite geöffnet ist, z.B. weil Du parallel noch eine Seite für Notizen geöffnet hast, passt sich die Seitenansicht an und optimiert sich für diese Fenstergröße.

Das Handicap: Bereits beim Erstellen der Webseite darf der Entwickler sämtliche Umformungsoptionen mit berücksichtigen. Der fordert. Denn es darf auch entschieden werden, welche Inhalte evtl. nur in der Desktop-Version geladen und angezeigt werden sollen. Bei Hintergrundvideos beispielsweise ist das Laden auf mobilen Geräten eher ungeschickt. Seitenbesucher, die lange auf das Laden warten müssen und sich später wundern, wo ihr Datenvolumen hin ist, würden sich bedanken.

Gerade als WordPress Nutzer gibt es allerdings tolle Themes, die bereits responsive sind. Besonders zu empfehlen ist meiner Ansicht nach das Astra Theme von Brainstormforce. Es ist responsive, Webseitenbaukasten-Kompatibel (insb. Beaver Builder und Elementor) und echt flott. (Das ist der Grund, wieso es auch auf dieser Webseite Verwendung findet.

Separate mobile Version als Webseite

Früher verbreiteter war es, eine mobile Version der Webseite anzubieten. Häufig zu erkennen durch ein vorangestelltes „m.“ wie bei „m.facebook.com“.

Inzwischen wird es häufiger genutzt bei wirklich großen Webseiten oder bei Seiten, deren Angebot für mobile Nutzer und Desktop-Besucher bewusst sehr weit auseinander liegen. Denn beide Versionen der Webseite müssen getrennt gepflegt werden.

Und bevor Du mich steinigst: Ja, es gibt Frameworks und die Möglichkeit sich nur das Theme, also die optische Oberfläche der Webseite, getrennt zu bauen, die dann wiederum im Backend auf die selben Artikel zugreift. Das kostet dann allerdings wieder Gestaltungsspielraum bei den Artikeln oder sonstigen Inhalten, die gemeinsam genutzt werden sollen.

Und auch WordPress hat Mobile-Themes, die nur aktiv werden, wenn ein mobiler Nutzer auf die Seite zugreift. Allerdings ist der Wiedererkennungseffekt Deiner Seite deutlich reduziert. Denn Mobil und Desktop sehen plötzlich vollständig verschieden aus.

Separate mobile Version als App

Es ist extrem cool, eine eigene App zu haben und den Besuchern somit das beste Erleben auf Ihrem Mobilgerät bescheren zu können. Doch eine App muss sich der geneigte Fan erst mal installieren. Dann jedoch kann ich sämtliche Features des Mobilgerätes nutzen. Könnte also auf Geoinformationen zugreifen, den Neigungssensor abfragen oder auf das Hineinwischen in den Bildschirm reagieren.

Was mir davon am besten gefällt: Große Teile der Gestaltungselemente der App liegen auf dem Mobilgerät. Sie müssen also nicht mehr beim laden einer neuen Seite heruntergeladen werden. Das führt zu einem deutlich beschleunigten Nutzungsverhalten. Und ich mag es einfach, wenn es flott geht 🙂

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